Wissen

Uran – Radon – Radioaktivität – Alchemie – Schwingung – Energie


Hier finden Sie eine Sammlung von auserlesenem Hintergrundwissen zu obigen Themen. Im Weiteren finden Sie Erklärungen, Videos und Grafiken sowie Links auf andere Internetseiten mit wertvollem Inhalt.

Es ist wie mit allem, die Dosis und die Zeit bestimmen ob etwas ein Gift oder ein Heilmittel ist! Das gilt für alle Stoffe! Auch für die welche radioaktiv sind!


Uran – Das unheimliche Element

Diese Videoserie ist sehr spannend und durchleuchtet viele weitere Aspekte des Urans:

Teil 1.

Teil 2.


Tschernobyl – Die Wahrheit

Dieses Video bringt Unglaubliches ans Licht der Öffentlichkeit. Es ist Wahnsinn, was da an Unwissen war. Und ob sich da gross etwas geändert hat bis heute?


Fukushima – 52 Sekunden vor dem Unglück

Eine super Dokumentation von National Geographik über Fukushima, sowie über weitere Vorfälle in der Geschichte.


Was ist Radioaktivität?

Die drei ionisierenden Strahlungsarten (Alpha/Beta/Gamma) vermögen unterschiedlich tief in menschliches Gewebe einzudringen. Während Alpha- und Betastrahlen maximal einige wenige Millimeter eindringen können, wird die energiereiche Gammastrahlung zwar abgeschwächt, gleichzeitig aber auch im Gewebe gestreut. Siehe Bild unten:

Quelle: NAGRA

Vor ionisierender Strahlung kann man sich schützen. Alpha- und Betastrahlen können mit relativ kleinem Aufwand komplett abgeschirmt werden. Gammastrahlung ist sehr durchdringend. Aber auch sie wird durch geeignete Materialien absorbiert, z. B. durch einige Zentimeter Eisen oder wenige Meter Gestein oder Beton. Siehe Bild unten:

Quelle: NAGRA

Kurzes und gut verständliches Video: was ist Radioaktivität?


Wie vor radioaktiver Strahlung schützen?

Der beste und einfachste Schutz ist Abstand. Dies kann man selber ganz einfach experimentell (Messungen) überprüfen. Die Strahlung nimmt dabei bei doppeltem Abstand um den Faktor 4 ab. Die Aufenthaltszeit ist ein weiterer massgebender Faktor bei der Strahlungsleistung die man “abbekommt”. Dies erkennt man bereits aus deren Einheit :  die Dosisleistung in (uSv/h). Es spielt also eine grosse Rolle, ob ich mich während einer oder zwei Stunden in einem radioaktiven Bereich aufhaltet wo der Geigerzähler 100uSv/h anzeigt (100uSv vs. 200uSv).

Es ist wichtig zu verstehen, dass Strahlung akkumulativ ist und man wissen muss, ob die Messwerte in einem Gebiet als “einzelne Dosis – uSv” oder als “Dosis pro Zeiteinheit – uSv/h oder uSv/Jahr” angegeben werden! Wenn für ein Gebiet ein Wert von 100uSv angegeben ist und Sie sich darin 10h aufhalten, hat das auf Ihren Körper dieselben (schädlichen) Auswirkungen wie wenn Sie eine Dosis von 1000uSv erhalten. Oder wenn Ihr Messgerät 100uSv/h anzeigt, dann heisst das, dass wenn Sie sich 1h in dem Gebiet aufhalten, Sie eine Dosis von 100uSv erhalten. Den Messwert von XXX uSv/h den die meisten Geigerzähler anzeigen, multipliziert man einfach mit 24×365 um die jährliche Strahlendosis in uSv zu erhalten. Der Umrechnungsfaktor zwischen uSv und mSv ist 1000 resp. drei Kommastellen.


Die Messgrössen und Einheiten zusammengefasst
  • Die Aktivität gemessen in Becquerel (Bq) gibt an, wie viele radioaktive Kerne pro Sekunde zerfallen und dabei die so genannte radioaktive Strahlung erzeugen.
  • Die Dosis gemessen in Gray (Gy) gibt an, wie viel Energie (in Joule) durch Strahlung pro Kilogramm Körpergewicht aufgenommen wird.
  • Die Äquivalenzdosis, gemessen in Sievert (Sv), gibt auch die Dosis in Joule pro Kilogramm an, allerdings gewichtet mit einem Faktor, der der biologischen Wirksamkeit der unterschiedlichen Strahlungsarten Rechnung trägt.
  • Die Dosisleistung, gemessen in Gray pro Jahr (Gy/a) oder Sievert pro Jahr (Sv/a), gibt an, wie viel Energie pro Zeit (also Leistung) pro Kilogramm aufgenommen wird. Normalerweise ist diese Dosisleistung klein und liegt im Bereich von wenigen tausendstel Sievert (Millisievert) pro Jahr, also z.B. 3 mSv/a.
  • Steigt wegen eines Unfalls in einem Kernkraftwerk in dessen Umgebung die Radioaktivität, so geht dies über kurze Zeiträume mit erhöhten Dosisleistungen einher. Menschen, die für einen Tag einer Dosisleistung von 1500 mSv/a ausgesetzt sind, erhalten dabei eine Dosis von 4 mSv, also etwas mehr als sonst in einem Jahr.
  • Aktuelle Messwerte von Dosisleistung werden gelegentlich auch als Stundenwerte angegeben. Dabei gilt die Umrechnung: 1 µSv/h=8,76 mSv/a. Natürliche Hintergrundwerte sind in der Stundeneinheit daher im Bereich von 0,23 µSv/h. In der Berichterstattung um das havarierte Kraftwerk Fukushima I in Japan wurde von Werten mit einigen hundert mSv berichtet, gemeint waren dabei immer mSv/h.

Hier finden Sie eine sehr gute Beschreibung der beiden gängigen Mess-Grössen für radioaktive Strahlung. Becquerel und Sievert:

HIER


Quelle: NAGRA

Strahlung im Alltag

Weil wir ionisierende Strahlung nicht wahrnehmen können und auch nicht wirklich gut darüber informiert sind, haben wir eine diffuse Angst davor. Hier nun eine sehr informative Dokumentation über Radioaktivität in unserem Alltag, die hoffentlich ein wenig Licht ins Dunkel bringt:

HIER

und

HIER

Kurzes und sachliches Video über Strahlung im Alltag:


Strahlende Pilze

Seit Tschernobyl sind erhöhte Mengen Sr-90 und Cs-137 in unseren Böden. Bei bestimmten Pilzarten lassen sich darum auch 20 Jahre nach diesem Reaktorunglück sogenannte Radionuklide in gesundheitsgefährdenden Konzentrationen nachweisen.  Besonders betroffen sind die bei uns heimischen Maronen-Röhrlinge (Xerocomus badius) sowie Reifpilze (Rozites caperatus). Diese sollte man aufgrund der darin angereicherten radioaktiven Schwermetalle nicht in grösseren Mengen konsumieren! Zu beachten ist, dass es starke regionale Schwankungen bei den gemessenen radioaktiven Werten gibt.

Ein sehr hochwertiger und äusserst präziser Geigerzähler der hier zuverlässige Mess-Ergebnisse liefert ist der Radex RD1008. Er misst Beta- und Gamma-Strahlung zur selben Zeit und gibt beide Messwerte im Display an.

Sowohl Sr-90 als auch Cs-137 sind reine Beta-Strahler. D.h. bei deren Zerfall in ein anderes Radionuklid wird Betastrahlung emittiert!


Strahlendes Wild

Nicht nur Pilze und Pflanzen sind von einer erhöhten Strahlenbelastung betroffen, sondern auch bestimmte Wildtiere die diese Pilze und Pflanzen essen!

Wildschweine stehen auf Hirschtrüffel und fressen sie in rauen Mengen. Mit Folgen: Die Tiere weisen in bestimmten Regionen der Schweiz eine hohe Belastung an Cäsium auf, das vom Tschernobyl-Unglück 1986 stammt. Im Tessin wird der Grenzwert gar um das Fünffache überschritten.

Weitere Infos finden Sie HIER

und HIER


Die geläufigsten Radionuklide
Quelle: Wikipedia

Uran in Schweizer Böden


HIER finden Sie einen guten Bericht über Uran welches mit handelsüblichem Phosphat-Dünger in unsere Böden gelangt.

Was viele nicht wissen, ist die Tatsache dass die Schweiz ausser Bergkristallen noch weitere Bodenschätze hat! Dazu gehört neben Gold auch Uran. Ja, es gab sogar eine Zeit wo intensiv danach gesucht wurde. Man wollte weniger vom Ausland abhängig sein, und den begehrten Rohstoff Uran selber abbauen! Damals fand man auch etliche Vorkommen in den Alpen. Im Emmental gibt es sogar ein Vorkommen von uranhaltiger Steinkohle!

Sogar einen geheimen unterirdischen Versuchsreaktor gab es, in Lucens VD. Dieser flog den Betreibern im Jahr 1969 beinahe um die Ohren.

Uranerz aus der Schweiz

Radon in Schweizer Böden


Die ersten Messungen, die die Konzentration von Radon in Gebäuden feststellen, gehen auf den Beginn der 80er-Jahre zurück.

Die Weltgesundheits-Organisation (WHO) hat kürzlich ein Projekt gegen die Risiken des Edelgases Radon lanciert. Auf drei Jahre angelegt, soll die Aktion die betroffenen Länder in ihren Bemühungen unterstützen, die Gefahren dieses Gases auf die Gesundheit zu verringern.

Dieses Erdgas kommt im Boden vor und ist radioaktiv. Es entsteht bei der Auflösung von Uranium. Es hat keinen Geruch, ist farblos und ohne Geschmack. Radon kommt auf der ganzen Welt vor, mehr oder weniger je nach der entsprechenden Menge von Uranium im Boden.

Einmal in der Luft, setzen sich die Alpha-Teilchen des Gases, das ionisierende Strahlungselement, an Aerosolen, Staubteilchen oder Partikeln fest. Beim Einatmen lagern sie sich in die Zellen des Lungengewebes ein, und strahlen.

Es können Jahrzehnte vergehen, bevor sich Lungenkrebs-Symptome sichtbar werden.


Krebsursache Nr. 2 – Nach dem Tabak

Laut WHO ist Radon die Ursache Nr. 2 für Lungenkrebs, gleich nach dem Tabak. 6 bis 15% der Krebsfälle werden auf das Erdgas zurückgeführt. Bei Rauchern selbst erhöht ein Radonvorkommen das Risiko um das 25-fache.

In der Schweiz liegt der durch Radon verursachte Krebs-Prozentsatz bei 8,4%: “Fast 240 Opfer von durch Radon verursachtem Lungenkrebs wurden für 2004 gezählt”, sagt Georges Piller, Physiker und Radon-Verantwortlicher im Bundesamt für Gesundheit (BAG). “Diese Zahl ist höher als jene, die auf AIDS als Ursache entfällt.”

Das Edelgas lässt sich vor allem in den Kantonen des Jura-Bogens, im Tessin und in Graubünden nachweisen. Es hat eine Vorliebe für poröse Felsen wie sie in Karstgegenden vorkommen. Diese Gesteins-Durchlässigkeit erlaubt es dem Gas, an die Oberfläche aufzusteigen. Radonkarte Stand 1993:

Obige Karte vermittelt ein trügerisches Bild, da auch in einem Gebiet mit geringer Radon-Belastung einzelne Häuser weit über 1000 Bq/m^3 aufweisen können! Weiter zeigen Studien, dass in den gering belasteten Gebieten aufgrund der sehr hohen Bevölkerungsdichte trotzdem mehr Radon bedingte Lungenkrebs-Fälle auftreten als in dünn besiedelten hoch Risiko Gebieten!

Gemäss den neuesten Einschätzungen (2009) ist die Lage deshalb viel ernster. Unten ist eine Karte wo nicht 100 und 200 Bq/m^3 die Marke von mittel-hoch-gering definieren, sondern 50 und 100 Bq/m^3. Es wird also von einem doppelt so hohen Radonrisiko ausgegangen:

 

Die Schweiz hat bis jetzt, Stand 2017, unverhältnismässig hohe Grenzwerte. Für Wohnräume gelten 1000 Bq/m^3, für Arbeitsräume 3000 Bq/m^3. Das ist 10x mehr als in Deutschland! Da könnte die Frage “wem nützt es” ev. Licht ins Dunkel bringen.


Höhlen, Grotten, Wohnhäuser-Keller

Unter freiem Himmel ist Radon von sehr schwachen Konzentration. Dennoch kann das Gas konzentriert auftreten, wie in Höhlen, Grotten oder in Wohnhäusern, die sich in den Risikoregionen befinden.

Es nützt undichte Zonen wie Risse und Mauerspalten aus, sammelt sich in Kellern an und gelangt übers Kamin in die höheren Etagen der Gebäude.

Die normale Radon-Belastung beträgt rund 400 Becquerel pro Kubikmeter (bq/m3). Gemäss europäischen Normen, erhöht sich das Risiko auf Lungenkrebs massgeblich, wenn 1000 bq/m3 überschritten werden.

Kürzlich kam man aufgrund einer Studie in den höheren Region des Kantons Neuchâtel zur Erkenntnis, dass ein Drittel der Gemeinden auf einer Oberfläche liegt, in der sich Radon verbirgt.

Rund 80 der 1500 vermessenen Gebäude wiesen einen Belastungsgrad von über 1000 bq/m3 aus.


Meine radioaktive Trainerhose

Kürzlich sass ich so da und hantierte mit meinem sensiblen Geigerzähler herum. Ich war etwas erstaunt ab dem leicht erhöhten Messwert! Durch verschiedene Messungen fand ich dann heraus, dass meine Trainerhose aus 100% Polyester radioaktiv ist! Am Folgetag zog ich meine zweite solche Hose an und trug sie während mehreren Stunden. Danach führte ich wieder eine Messung durch: tatsächlich, auch diese Hose ist nach wenigen Stunden tragen radioaktiv! Rasch war die Ursache dafür gefunden: durch das Tragen/Umherlaufen, lädt sich die Hose statisch auf und zieht die Zerfallsprodukte des Radons (Polonium, Bismut) die als feinste Partikel in der Luft umherschwirren wie ein Magnet an. Das kann so weit führen, dass dann mit einem sensiblen Messgerät tatsächlich eine, im Vergleich zur Hintergrundstrahlung, leicht erhöhte Strahlung zu messen ist.

Das ist im Grunde genau das Funktionsprinzip einfacher elektronischer Radon Messgeräte (z.Bsp. Ramon 2.2 => elektrostatische Abscheidung auf Halbleiterdetektor). Es wird auf diese Weise nicht das Radon selbst, sondern dessen “Töchter” gemessen! Diese sind schlussendlich gefährlich und nicht das Gas!


Staubsauger Radon-Test

Will man nicht lange warten und innert weniger Minuten wissen, ob man eine sehr hohe Radon-Konzentration hat, macht man den Staubsauger Test: dazu wird entweder ein Abschmink-Pad oder ein Abstaub-Lappen über die Öffnung des Saugrohres gehalten/fixiert, und 1-2 Min. gesogen. Hat es eine wirklich bedenklich hohe Radon Konzentration und ist Ihr Sauger stark genug, können Sie einen deutlich höheren Wert direkt am Tuch messen (Sauger vorher abstellen!). Wenn bei Ihnen Zuhause nur wenig Radon vorhanden ist oder Ihr Sauger sehr schwach, werden Sie keinen nennenswert höheren Wert messen! So oder so ist diese Methode natürlich absolut ungeeignet um damit wirklich etwas zu messen oder gar Rückschlüsse zu ziehen. Es ist einfach ein eindrückliches Experiment!  Sie können auch nach dem Staubsaugen direkt den Staubsack messen, ist dieser noch ziemlich leer, dürfte nachdem Sie die Wohnung gesaugt haben eine erhöhte Radioaktivität messbar sein!


Die radioaktive LP

Ähnlich wie die Trainerhose, verhält sich eine LP. Man nimmt also eine LP die einem nicht zu schade ist (oder kauft eine in einer Brocki) und reibt sie an einem Wollpullover. Dabei lädt sich die LP statisch auf.  Nun stellt man die LP ein paar Minuten irgendwohin und wartet. Nach etwa 15 Min. kann man direkt an der LP eine deutlich erhöhte Impulsrate messen! Der Grund ist derselbe wie bei der Trainerhose: die LP ist statisch aufgeladen und zieht radioaktive Partikel wie ein Magnet an. Je mehr Radon in der Luft, desto mehr radioaktive Partikel (feststoffliche d.h. nicht gasförmige Töchter des Radons) sind darin enthalten und desto höher die Impulsrate die messbar ist.


 

Auf YouTube gebe ich laufend mein Wissen weiter und zwar anders als auf dieser Seite. Besuchen Sie meinen Kanal "Strahlenmesstechnik" und Sie finden dort viele Infos und Tipps, auch Test-Videos mit Geigerzählern! Auf radon-messen.ch informiere ich über das in JEDEM Gebäude vorkommende radioaktive Gas RADON und entsprechende Messgeräte. Senden Sie mir über den Mail Button Ihre Anfrage: